Biowein Info
Biowein im allgemeinem Sprachgebrauch auch Ökowein genannt, wird wegen der noch fehlenden Kellerrichtlinien als Wein aus Trauben aus ökologischem Anbau oder Wein aus ökologisch erzeugten Trauben bezeichnet. Der Einfachheit halber wird jedoch in vielen Publikationen, sowie auch auf unserer Homepage der umgangssprachliche Begriff Biowein verwendet.
Derzeit wird noch auf EU-Ebene diskutiert, wie Trauben für Weine aus Ökobetriebe verarbeitet werden dürfen und was dem Rebensaft zugesetzt werden darf. Doch die Ausgestaltung eine EU-weit gültige Bio-Kellerrichtlinie dauert leider schon einige Jahre. Es ist ein sehr schwieriges Thema, da sich die Weinbau treibenden Länder nicht einig seien, wie sich Regelungen zum Schwefelgehalt, Anreicherung und Endsäuerung gestalten lassen. Hier konfrontieren sich die geografische Gegensätze von Nord- und Südeuropa mit eben ihren weinanbaulichen Vor- und Nachteile.
Biowein, welcher Wein aus Trauben aus ökologischem Anbau ist, kaufen wird schon seit einigen Jahren in Weinführer und Fachzeitschriften empfohlen. Neue Impulse kommen von einigen Jungwinzer von Bio-Bauern. Die Weingüter genießen meist höchstes Ansehen und wollen die Qualität dennoch steigern. Aber auch die Fruchtbarkeit der Böden und die naturnahe Arbeitsweise des ökologischen Weinbau fasziniert die Pioniere des ganzheitlichen Denkens. Es gab Zeiten, da wurden biologische Weine mehr aus ökologischer Überzeugung getrunken. Doch heute entdecken immer mehr Weinliebhaber die hohe Qualität des Ökowein, welcher Wein aus Trauben aus ökologischem Anbau ist und entscheiden sich bewusst für einen naturreinen Genuss.
Ökowein – Was ist im Keller erlaubt?
Eine EU-weite Kellerrichtlinie für Ökoweine, welche wegen fehlender Kellerrichtlinien als Wein aus Trauben aus ökologischem Anbau bezeichnet werden, ist erst für 2012 geplant. Hier haben allerdings verschiedene Bio-Wein-Verbände Richtlinien für die Kellerarbeit festgelegt.
- Die meisten im konventionellen Weinbau zulässige Weinschönungsmittel sind im Ökobau verboten, stattdessen wird nur mit natürlichen Mittel, wie Bentonit oder Eiweiß die Weine geklärt.
- Gentechnisch manipulierte Hefen oder Enzyme sind im Bio- Keller nicht zulässig.
- Ganz ohne Schwefelzusatz geht es leider noch nicht. Allerdings liegt die Schwefelzugabe im Ökoweinbau mindestens ein Drittel unter den zulässigen Werten, meist sogar noch geringer.
Biowein – Was ist zulässig, wie wird im Weinberg gearbeitet?
- Noch heute lassen sich Ökoweinberge leicht an der üppigen Begrünung erkennen. Mit der großen Vielfalt an Grünpflanzen wird der Monokultur Rebe entgegengewirkt.
- Das intakte Ökosystem fördert die Widerstandskraft der Reben und schafft einen natürlichen Lebensraum für allerlei Nützlinge im Weinberg.
- Der Ökowinzer verzichtet auf den Einsatz von chemisch- synthetischen Pflanzenschutz und Düngemittel. Stattdessen werden vorbeugende natürliche Pflanzenschutz -und Pfllanzenstärkungsmittel eingesetzt.
- Zur Düngung werden nur organische und mineralische Materialien eingesetzt, wie zum Beispiel Stroh, Stallmist und Gesteinsmehle.
- Statt “Unkrautvernichtungsmittel” einzusetzen, wird der Boden mechanisch oder per Hand gelockert. Nach der Lockerung erfolgt meist eine Einsaat der Gründüngung.
- Das verwendete Rebgut im Bioweinbau ist gentechnikfrei!
Biowein, wie wird kontrolliert?
- Für jedes Weingut, das Biowein, welcher wegen fehlender Kellerrichtlinien als Wein aus Trauben aus ökologischem Anbau bezeichnet wird, herstellt und vermarktet, gilt als Mindeststandart die Richtlinien der EU für ökologischen Landbau. Diese Verordnung legt fest, nach welchen Anbaumethoden gearbeitet und welche Hilfsmittel verwendet dürfen. Die Vorgaben werden jährlich von einem staatlich anerkanntem Kontrollinstitut kontrolliert.
- Daneben gibt es die Anbauverbände Ecovin, Bioland, Demeter und Naturland in Deutschland, Nature et Progres in Frankreich und Ernte in Österreich. Diese Bioverbände, denen die meisten Bioweinbauern angehören, haben in der Regel noch strengere Auflagen als die EU.
Was bringt der Bioweinbau unserer Umwelt?
- Die Ökowinzer haben sich für einen nachhaltigen Weg entschieden und arbeiten mit Mittel, die ihnen die Natur gibt. Mit Verzicht auf chemisch- syntetische Spritzmittel, Nitrate und Phosphate leistet der Bioanbau einen wichtigen Beitrag für den Grundwasserschutz und damit verbunden unserer Trinkwasserqualität.
- Durch die dauerhafte Begrünung wird der Bodenerosion vorgebeugt und die wertvolle Erde bleibt dort wo sie vom Weinstock benötigt wird.
- Das intakte Ökosystem trägt dazu bei, dass die Artenvielfalt der Pflanzen- und Tierwelt gefördert wird und so fast ausgestorbene Arten im Weinberg wieder heimisch werden.
Schmeckt Ökowein besser?
Ob ein Wein besser schmeckt als ein anderer hängt von vielen Faktoren ab, jedoch bringt der biologisch, erzeugte Wein einige unverzichtbare Voraussetzungen mit, um zu einen individuellen, hochwertigen Genuss zu werden.
- Die Trauben von natürlich wachsenden Rebstöcken aus ökologischen Weinbergen sind besonders reichhaltig an Aromastoffen, denn die Traubenbeeren haben meist eine dickere Schale als im konventionellem Anbau. Diese Beerenschalen geben dem Rotwein eine besonders kräftige Farbe, aromareiche Tannine und das gesunde Resveratrol, der Bestandteil, der Herzinfarkten vorbeugt.
- Die Bioweinrebe wurzelt naturgemäß tiefer um sich die Nährstoffe aus dem Boden zu holen und bringt dabei die Mineralität in die Trauben und damit in den Wein. Diese Mineralstoffe geben den Weine aus biologischem Anbau einen unverwechselbaren Charakter.
- Die meist selektive Handlese bei der Ernte und die Spontanvergärung mit eigenen Hefen im Keller bringen einen weiteren Qualitätsvorteil des Biowein, welcher wegen fehlender Kellerrichtlinien als Wein aus Trauben aus ökologischem Anbau bezeichnet wird, mit sich.
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