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Online-Tagebuch einer Weinrebe im Ökowein-Berg – Mai

Im Frühjahr geht die Zeit im Weinberg besonders schnell vorbei. Gerade im Mai ist die Natur so richtig erwacht und überall wächst und sprießt es. Die Weinrebe hat schnell 20 bis 30 Blätter pro Trieb ausgebildet und wächst unaufhörlich. Auch die ersten Trauben-Gebilde sind schon zu sehen und der Winzer kann nun auch schon mal abschätzen, wie die zu erwartende Weinernte aussehen kann. Auch der Schaden des harten Winters ist nun gut zu erkennen, denn die 18 Grad Minus waren in diesem Winter sehr hart an der Grenze, wo es bei der Weinrebe zu Frostschäden kommen kann. Zum Glück blieb unsere Region von größeren Traubenausfällen verschont und das satte Grün des Wein-Laubs bestimmt die Farbe im Weinberg. Neben den ersten Pflanzenschutzmaßnahmen muss nun auch der Boden im Wingert bearbeitet werden. Das hohe Gras wird abgewalzt oder gemulcht und jeder zweite Gang wird mit einem Kultivator gelockert. Da in einem Biowein-Berg selbstverständlich keine Herbizide verwendet werden, muss nun auch die Erde unter den Weinreben mit einem Flachschar bearbeitet werden. Die Bodenpflanzen  dürfen nämlich nicht in das Laub des Rebstock einwachsen, denn dies würde die Durchlüftung des Blätterwerks behindern und schadhafte Pilzkrankheiten hervorrufen. Die Wicke (lat. Vicia cracca) wächst auf Wiesen und auch gerne im Biowein-Berg. Übrigens auch eine der vielen essbaren Wildkräuter, die herrlich nach jungen Erbsen schmeckt!

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